Shift happens
2025 - 2026
Shift happens
2025 - 2026
Meine persönliche Abrechnung mit dem Limbo
2025 wird besser. Das habe ich mir zum Ende des letzten Jahres gedacht. Ich werde
Das wird mein Jahr,
die Antwort auf das
Leben, das Universum
und alles.
ght
In
thou
deep
Davon war ich überzeugt zum Jahreswechsel. Ich war erst wenige Wochen in einem neuen Job und hatte jetzt schon die Feiertage und die Aussicht auf Aufwind dringend notwendig. Ich freute mich auf meinen Geburtstag, er war wie die Prophezeihung von etwas Schönerem und Größerem. „Es wird besser“, verkündete ich und habe wirklich daran geglaubt, dass es nur noch besser werden kann.
Spoiler: Es wurde nicht besser.
Die Baseline von 2025 war so wie die letzten Wochen:
ziemlich neblig.
Nach der Schaumbremsung der Corona-Jahre und 2022, 2023 und 2024 war ich sowas von bereit für Vorwärtsbewegung. Und es lag ja auch schon in der Luft?! Dieses Gefühl von „Jetzt geht’s los“. Und dann kam nur noch mehr Nebel.
Wollte ich Loslaufen in eine Richtung, stand ich kurz darauf wieder vor einer Mauer - oder klatschte mit der nächsten emotionalen Welle frontal dagegen. 2025 war trial und error, Abwarten und Aushalten, und dazwischen ein paar gewonnene Meter.
😶🌫️
Ich dachte dann, es liegt vielleicht an mir, because you know… es gibt nicht umsonst die Midlife-Crisis: die Eltern werden älter, das Kinderthema wird drängender, die Welt rundherum ist in dieser Phase besonders needy und Menschen mittendrin werden gequetscht von allen Seiten.
Aber scheinbar geht es nicht nur mir so.
2025
Wer könnte es unserer Zeit verdenken, haben wir nicht nur die eigenen emotionalen Wellen zu schupfen, sondern werden wir auch noch in einer Tour vom Außen „attention-gegrabbed“.
Die Welt 2025 ist verrückt. Weltpolitisch, technologisch, das Klima betreffend. Schön langsam dämmert uns, dass wir an der politischen Weltspitze fast ausschließlich kleine Jungs haben, die gerne zündeln und streiten und das alles auf unsere Kosten.
acc
om-
hments
plis
2025
Trump ist in Retrograde und hält nicht nur unser Entertainment am Laufen, sondern auch die Verwirrung, und das leider recht erfolgreich… wer weiß, vielleicht ist es auch deswegen so neblig?
WTF?
Okay, eine Trump-What-the-fuck-Liste würde hier den Rahmen sprengen.
Eines muss aber gesagt sein und erklärt alles andere: Die Strategie von Trump und seinem Berater Steve Bannon lautet kontinuierliches „flood the zone with shit“.
Das heißt unheimlich schnell, unheimlich viel, unheimlich verrücktes zu machen, zu erlassen, zu sagen, damit Medien und Bevölkerung nicht mehr mitkommen und aussteigen. Sodass nichts mehr wirklich hinterfragt oder verarbeitet werden kann.
Verwirrung hin oder her, wo ich dabei aber wirklich nochmal extra Kabel bekomme, ist dass bei diesem Zölle-Hick-hack und bei jeder Änderung der Importtarife die ohnehin schon Stinkreichen nochmal ordentlich in ihre Tasche wirtschaften - via Insidetrading.
Das heißt, all jene, die machtmässig in zweiten und dritten Reihen stehen kassieren bei diesen Verrücktheiten extra und befeuern dieses Verhalten auch noch.
🙄
bitte, wie wenig Cojones kann jemand haben?
Und jetzt mal ganz direkt gefragt, wo wollen die eigentlich hin mit ihrem Reichtum?
Wir sprechen da von einer Unverhältnismäßigkeit von Geld, Macht und Aufmerksamkeit, die alles sprengt. Nämlich auch jegliche Vorstellungskraft, besonders die eigene, denn da ist man ja am blindesten.
Was sehen diese Menschen, was wir nicht sehen können? Welchen Preis gibt es da oben anzustreben, für den sich diese Unverhältnismäss-igkeit lohnt? Ich frage für einen Freund.
Konfrontiert mit diesen Themen (und Kriegen und Unruhen und Naturkatastrophen) hatten wir ganz schön viele Signale zu verarbeiten. Und wenn man dann außerdem noch Empath ist, so wie ich, hast du mit fast jeder Ecke des Spielfelds auch noch mitgefühlt.
Sich in so einem medialen Umfeld sicher zu wähnen und das Nervensystem nicht dauernd am Anschlag zu haben, war gar nicht so einfach und allein dafür hätten wir uns schon eine Medaille verdient.
Auf die wir aber in diesem Jahr vergeblich warten. In einem Newsletter, den ich kürzlich gelesen hab, war das so schön formuliert:
„Being alive in 2025 is hard,
hard in a way that gets no
sympathy from anyone.“
(Adam Mastroianni, everybody wants credit
for surviving)
Es war also nicht nur anstrengend, sondern es hatte dabei auch niemand Mitleid mit einem.
Was mir in diesem Zustand sehr geholfen hat, ist Agency. Das Ausüben von Selbstwirksamkeit ist unschlagbar, vor allem, wenn der Survival-Mode mal wieder anspringt.
Und weil sich die Welt so schwer ändern lässt, rücke ich meine eigenen, großen Unverhältnis-mäßigkeiten wieder gerade -leider nicht in Form von 159 Billion Dollars 😅. Da gibt es zum Beispiel die Vorherrschaft meines Kopfes über den Körper, Gedanken vs. Körperwahrnehmung.
Wie sehr ich hier aus der Balance war, habe ich erst nach einer mehrmonatigen social media Pause und einer neu entfachten Leidenschaft für Yoga erkannt.
Einen Job, den ich in ähnlicher Form mein ganzes Berufsleben lang ausgeübt habe, musste ich aufgegeben, weil er in einer rein profit-orientierten Firma so gegen meine Werte ging, dass ich am ausbrennen war.
Ich beschloss, dass ich meine Energie und „Klicks“ nicht mehr in die Entwicklung hochkommerzialisierter Systeme stecken kann, was mir aber auch die stabile Grundlage im beruflichen Kontext genommen hat. Aber es ging einfach nicht mehr.
„I click Buttons“
Corporate life Michi
Und so war „One battle after another“ nicht nur der absolut beste Film, der in diesem Jahr produziert und gezeigt wurde - er lief auch auf meinem persönlichen Screen.
2025 war für viele tough.
Wenn du dich auch so gefühlt hast und dann trotzdem jemand bist, der aufsteht und funktioniert und fühlt und zweifelt und trotzdem weitermacht, dann ist das echt keine Selbstverständlichkeit. Und ich glaube, das wird viel zu selten gesagt.
Für alle, die aus 2025 stronger herauskommen, sage ich aus voller Inbrunst: Ich sehe dich. Thank you for surviving - and thriving.
Die gute Nachricht ist, dass wir ja zwischen den Jahren sind. 2026 kommt bestimmt. Mein Vorsatz für 2026 lautet, keine Erwartungen mehr zu haben. Also keine Wertung. Kein „Es wird besser“. Kein „Es wird schlechter“. Sondern ein: „Es wird einfach anders“.
Und darin lass’ ich mich auch sehr gern bestätigen. Warum nicht auch von der Astrologie?
Did she just say astrology?
see bullshit-detector below
Es gibt ein paar große Zyklen, die just jetzt zu Ende gehen. Wir sind am Shift von einer Ära zur nächsten.
2025 war numerologisch gesehen ein -erjahr und schließt damit den Zirkel. Das heißt Abschluss eines Kapitels, Verabschiedung, Loslassen von alten Strukturen und schlechten Gewohnheiten, Loslassen von alten Emotionen, Träumen, Identitäten und auch Menschen 😔
9
🥹 Farewell David Lynch, Jane Godall Ozzy Osbourne, vorausgehende Mamas und Papas und alle, die uns bis 2025 inspiriert haben
Das heißt aber auch, dass 2026 ein -erjahr ist. Und das wiederum heißt Neubeginn, Neustart, ein neuer Zyklus.
2026 startet außerdem ein neuer Neptun-Zirkel und unser most outer Planet (der unsere most inner Themen touched) braucht 165 Jahre lang, bis er seinen Kreis um die Sonne dreht. Zum Schluss war er in den Fischen (seit 14 Jahren) und dieser Zeit sagt man nach, dass sie Neptuns archetypischen Eigenschaften besonders anstrengend macht.
Da startet jetzt ein neuer Zirkel, das heißt, es geht wieder mit 0° Widder los. Und nicht nur das: Da gesellt sich Saturn auch noch dazu. Wenn Neptun und Saturn sich treffen, dann sagt man dieser Konjunktion gesellschaftliche Neudefinition nach. Und diesmal treffen sie sich am absoluten Nullpunkt des Tierkreiszeichens. Das passiert alle 6.000 Jahre.
1
feel the energy
Dann gibt es noch ein anderes, non-scientific System, das nennt sich Human Design - das hat auch eine gewisse Popularität vor allem unter Millenials erlangt. Und die Human Designer reden vom 2027er-Jahr, wo sich ein großer Zyklus schließt, der das „Theme“ und die Basis-Eigenschaften der Welt nach 400 Jahren erstmals wieder ändert.
Und die Chinesen nicht zu vergessen! Das aktuelle chinesische Jahr ist das der Schlange, auch die häutet sich am Ende. Und nächstes Jahr ist dann das Jahr des Feuer-Pferdes. Es darf losgaloppiert werden.
In jedem Fall wird es anders, also die angesagte „Zeitqualität“ unterscheidet sich von den letzten Jahren maßgeblich.
Wer jetzt sagt, dass Astrologie Bullshit ist, dem möchte ich das nicht absprechen, aber mit einer zusätzliche Perspektive aus meiner Logikersicht ergänzen:
Wenn man von oben drauf schaut, ist Astrologie einfach ein System von Zyklen mit einer Logik von Eigenschaften hinterlegt. Ganz unabhängig davon, ob diese Logik in der Realität beweisbar ist oder nicht – es ist ein vorgegebener Rhythmus, es ist ein Framework, es ist ein Lied. Vor allem Frauen (leben zwangsläufig nach Zyklenphasen mit unterschied-lichen Eigenschaften 😉) stimmen da mit ein. Für sie ist das oft „stimmig“ und dieser Rhythmus prädestiniert für gemeinsame Rituale, Handlungen und Emotionen, die damit verbunden werden.
Beispiel: Wir haben Vollmond 🌕 Wir lassen was los. Wir haben Neumond 🌑 Wir starten neu mit Intentionen.
Für Astrologie gibt es keine wissenschaftliche Beweise, die für viele aber auch nicht notwendig sind, denn es ist mehr eine Spielerei. Was es aber schon gibt, ist eine nicht zu unterschätzende und immer größer werdende Einheit an Menschen, die sich an dieser Logik ausrichtet, handelt und danach fühlt. Und darüber wiederum wird Realität gestaltet. Vielleicht wird der scientific fact nachträglich erzeugt, wie eine self-fullfilling prophecy.
👀
That said, eine kleine Notiz an dieser Stelle noch für meine Stierfreunde 🐂 - ich weiß, es gibt ein paar mit Stier-Placements da draußen (bei mir der Mond 🌖):
Meine Lieben, die letzten vier Jahre waren fucking hard. Das weiß ich, weil mir unzählige Male in die Timeline geschwemmt wurde, dass Stiere die letzten vier Jahre wirklich herausfordernde Zeiten durchgemacht haben. Diese Phase ist mit 2026 dann auch vorbei, ich glaube, genau richtig zu eurem Geburtstag. Falls du dich schon gefragt hast …
So gesehen macht die Pantone Color of the Year dann doch wieder Sinn.
Das ist nämlich Cloud Dancer. (aufsteigender Nebel?! 😅) Und Cloud Dancer ist einfach fast weiß. Das ist wie ein Canvas, eine Leinwand.
Und wenn du kreativ bist, dann weißt du, wie cool neue Leinwände sein können. Sie haben den Sparkle von etwas Neuem, man kann es befüllen, wie man möchte.
Cloud Dancer ist auch kein Weiß im Sinne der Waschmittelwerbung, sondern es hat was Beiges, ein bisschen ins Warme gehend.
„Cloud Dancer“ ist
die Hintergrundfarbe
Das heißt, wir starten mit einem neuen Canvas in das neue Jahr. Und das bedeutet, es ist noch gar nicht festgelegt, was kommt, viel mehr können wir es gestalten - Agency yeah!
Und wenn du dich so wie ich heute noch nicht danach fühlst, stress’ dich nicht. Wir haben immerhin noch Winter. Der Neptun switched am 26. Januar, das Feuerpferd kommt am 17. Februar und wenn wir uns ehrlich sind, sind unsere Körper manchmal erst zum Frühlingsanfang im März wieder voll da.
Bis dahin genieße ich meine Zirkel - und erwarte nichts.
Überrasch’ mich 2026, wenn du magst. 2025 ist jedenfalls vorbei.
Ich freu’ mich :)
Michi
Quellen und Empfehlungen
Deep Thought ist die AI aus „Per Anhalter durch die Galaxis“. Dieser hier war ein besonderes Geschenk von meiner liebsten Schwägerin zum 42er. Filmempfehlung!
Die sympathische Unerhältnismäßigkeiten-Erklärerin heißt Tortilla Wilson → Instagram
Adam Mastroianni im „Experimental History“ Newsletter war eine Empfehlung und empfehle ich hier einfach straight weiter.
Absolute Filmempfehlung: One Battle after another
Das ist Emaline Childs, sie ist lustig, redet über Serien, Minnesota und liefert full heart sympa Content → Instagram
In „Pokerface“ bleibt keine Lüge unentdeckt, eine Serie, die nicht nur dank der gro0artigen Natasha Lyonne unterhaltsam und sehenswert ist.